12. Juni - 02. Juli 2026

Namibia 2026

Ein Land, das immer wieder begeistert.

Part 1

Weite, Freiheit und unvergessliche Momente

Namibia ist eines dieser Länder, das einen nicht mehr loslässt. Die unendlichen Weiten, die beeindruckenden Landschaften und das Gefühl grenzenloser Freiheit machen jede Reise zu einem besonderen Erlebnis. Schon nach meinem ersten Besuch ist klar: Ich werde zurückkehren.

2026 ist es so weit. Mit dem Geländewagen und Dachzelt starte ich zu einer rund 7.000 Kilometer langen Rundreise durch eines der faszinierendsten Länder Afrikas. Die Route führt gegen den Uhrzeigersinn entlang der spektakulären Landschaften im Westen Namibias – vorbei an endlosen Gravel Roads, roten Dünen, tiefen Canyons, einsamen Campsites und einer beeindruckenden Tierwelt.

Dieser Reisebericht nimmt dich mit auf diese Tour. Ich teile meine Erlebnisse, persönliche Eindrücke und praktische Tipps – für alle, die Namibia selbst entdecken möchten oder sich von der einzigartigen Schönheit dieses Landes inspirieren lassen wollen.

Namibia

Namibia liegt im Südwesten Afrikas und zählt mit rund 3 Millionen Einwohnern zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Auf einer Fläche von mehr als 824.000 Quadratkilometern leben durchschnittlich nur etwa vier Menschen pro Quadratkilometer. Gerade diese Weite macht den besonderen Reiz des Landes aus.

Die Hauptstadt ist Windhoek, die zugleich das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Namibias bildet. Obwohl Namibia seit 1990 unabhängig ist, sind die deutschen Einflüsse bis heute deutlich sichtbar. Viele Orte tragen noch deutsche Namen, zahlreiche Straßenschilder sind zweisprachig und Deutsch wird neben Englisch, Afrikaans und verschiedenen indigenen Sprachen weiterhin von einem Teil der Bevölkerung gesprochen.

Die Landschaften Namibias sind außergewöhnlich vielfältig. Im Westen erstreckt sich die Namib – die älteste Wüste der Welt – mit den berühmten roten Dünen von Sossusvlei. Im Osten grenzt die Kalahari an das Land, während der Norden von Savannen und Flusslandschaften geprägt ist. Dazwischen liegen beeindruckende Gebirgszüge, tiefe Canyons und weite Ebenen.

Namibia ist zudem ein Paradies für Tierbeobachtungen. Elefanten, Löwen, Nashörner, Giraffen, Zebras und zahlreiche Antilopenarten leben in freier Wildbahn. Besonders bekannt ist der Etosha-Nationalpark, einer der bedeutendsten Nationalparks Afrikas.

Das Straßennetz besteht überwiegend aus gut gepflegten Schotterstraßen (Gravel Roads). Ein Geländewagen ist zwar nicht überall zwingend erforderlich, bietet jedoch deutlich mehr Komfort und Sicherheit – insbesondere auf abgelegenen Strecken und beim Camping.

Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. Während dieser Trockenzeit sind die Temperaturen angenehm und die Chancen auf Tierbeobachtungen besonders gut, da sich viele Tiere an den Wasserstellen sammeln. In den Sommermonaten von November bis April kann es sehr heiß werden, gleichzeitig verwandeln Regenfälle viele Landschaften in ein sattes Grün.

Namibia gilt als eines der sichersten Reiseländer Afrikas und eignet sich hervorragend für Selbstfahrer. Gute Planung, ausreichend Zeit und Respekt vor den großen Entfernungen sind jedoch entscheidend. Tankstellen können weit auseinanderliegen, Mobilfunkempfang ist nicht überall verfügbar und auf vielen Straßen gilt: lieber entspannt fahren als möglichst schnell ankommen.

Wer Namibia bereist, erlebt nicht nur spektakuläre Landschaften, sondern vor allem Ruhe, Weite und ein Gefühl von Freiheit, das in dieser Form nur wenige Reiseziele bieten.

Inhalt

12.06.26

Von Cape Town ins Abenteuer

Der Wecker klingelt früh, doch die Vorfreude ist längst da. Wie jede gute Reise beginnt auch diese mit einem Cappuccino und einem Stück Banana Bread bei Bootlegger – fast schon ein Ritual, bevor die Räder rollen.

Zunächst führt die Reise zu den Trans Augrabies, einem zweitägigen Trailrun entlang der Augrabies Falls und des Orange River. Je weiter ich Richtung Norden fahre, desto weiter öffnet sich die Landschaft. Hinter Piketberg prägen die endlosen Weiten des Namaqualands das Bild. Straßen verschwinden am Horizont, vereinzelte Farmen unterstreichen die Einsamkeit dieser Region.

Namaqualand

Das Namaqualand ist eine weitläufige Halbwüstenregion im Nordwesten Südafrikas und reicht bis nach Namibia. Die Landschaft wirkt die meiste Zeit trocken und karg, verwandelt sich aber nach den Winterregen von August bis September in ein spektakuläres Blütenmeer.
Berühmt ist die Region für ihre Millionen von Wildblumen, die die Ebenen in Gelb-, Orange-, Rosa- und Weißtöne tauchen. Besonders beliebt sind der Namaqua National Park und die Umgebung von Springbok.

Neben der Blütenpracht prägen Granitberge, weite Ebenen, Sukkulenten und eine raue, ursprüngliche Schönheit die Landschaft. Namaqualand gilt als eines der artenreichsten Trockengebiete der Welt und ist ein Highlight für Naturfreunde, Fotografen und Overlander.

Am späten Nachmittag erreiche ich das Nuweputs Bundu Camp. Besitzer André erzählt mir schmunzelnd, dass seine „kleine Farm“ nur rund 400 Quadratkilometer groß ist – eine Größenordnung, die in Europa kaum vorstellbar wäre. Mein Stellplatz bietet absolute Ruhe, eine private Ablution und einen traumhaften Blick über die Landschaft.

Schnell schließt sich mir Farmhund Sparkle („Spot“ auf Afrikaans) an. Gemeinsam drehen wir noch eine kleine Runde durch die trockene Landschaft, bevor ich mich im Farm-Damm abkühle und anschließend eine heiße Dusche aus dem traditionellen Donkie genieße.

Den Tag lasse ich bei einem Braai unter einem spektakulären Sternenhimmel ausklingen. Tag eins endet mit Staub auf dem Auto, einem zufriedenen Grinsen im Gesicht und der Gewissheit: Das Abenteuer hat gerade erst begonnen.

Nuweputs Bundu ist einer dieser Plätze, an denen die Reise selbst zum Ziel wird. Nur wenige Kilometer von Sprinbok, abseits der N7 und eingebettet zwischen den Felsen und Hügeln des Wildeperdehoek-Passes, wartet ein kleiner, liebevoll angelegter Campingplatz mit viel Ruhe und ursprünglichem Farmcharakter. Die großzügigen Stellplätze bieten ausreichend Privatsphäre und laden dazu ein, nach einem langen Fahrtag einfach die Stille zu genießen.

13.06.26

Geradeaus bis zum Horizont

Der Morgen beginnt entspannt auf der Farm in Nuweputs. Nach einem letzten Kaffee geht es weiter Richtung Norden zu den Augrabies Falls.

Die Strecke führt durch das Namaqualand und später durch das Bushmanland. Mit jedem Kilometer wird die Landschaft weiter und einsamer. Endlose Ebenen, vereinzelte Farmzäune und trockene Büsche prägen das Bild. Teilweise verläuft die Straße über Hunderte Kilometer schnurgerade – der Horizont scheint dabei keinen Meter näherzukommen.

Plötzlich erhebt sich der markante Gamsberg aus der Ebene. Am Fuß des Tafelbergs liegt eine der größten Zinkminen der Welt, doch aus der Ferne wirkt die Landschaft unberührt und nahezu grenzenlos.

Gamsberg

Der Gamsberg im Northern Cape ist vor allem wegen einer der größten Zinklagerstätten der Welt bekannt. Am Fuß des Berges befindet sich die Gamsberg Mine, ein riesiger Tagebau nahe Aggeneys.

Dort werden hauptsächlich die Rohstoffe abgebaut: Zink (der wichtigste Rohstoff), Blei (als Nebenprodukt) und geringe Mengen Silber und andere Begleitminerale.

Das Zink wird später vor allem verwendet für Korrosionsschutz von Stahl (Verzinken), Herstellung von Messing und Batterien und verschiedene Industrieanwendungen.

Kleine Anmerkung: Der berühmte Gamsberg-Tafelberg in Namibia und die Gamsberg Mine im Northern Cape werden oft verwechselt.

Am Nachmittag erreiche ich die Augrabies Falls. Für die nächsten drei Nächte schlage ich mein Lager auf der Kameeldooring Campsite direkt am Orange River auf. Nach den trockenen Kilometern wirkt das grüne Band des Flusses fast unwirklich. Große Stellplätze, viel Privatsphäre und absolute Ruhe machen den Campingplatz zu einem perfekten Ausgangspunkt.

Anschließend registriere ich mich für den Trans Augrabies Trail Run. Das Race Village liegt mitten im Nationalpark und nur wenige Schritte von den berühmten Wasserfällen entfernt. 

Ein Besuch der Augrabies Falls darf natürlich nicht fehlen: Tosende Wassermassen stürzen durch die enge Schlucht und bilden einen beeindruckenden Kontrast zur trockenen Landschaft des Northern Cape. Nicht umsonst nannten die Einheimischen diesen Ort einst den „Ort des großen Lärms“.

Augrabies Falls

Die Augrabies Falls gehören zu den beeindruckendsten Naturwundern Südafrikas. Der Orange River stürzt hier rund 56 Meter in eine enge Granitschlucht und hat über Millionen von Jahren eine bis zu 240 Meter tiefe Schlucht in den Fels gegraben.

Der Name „Augrabies“ leitet sich vom Wort „Aukoerebis“ der Khoi ab und bedeutet sinngemäß „Ort des großen Lärms“ – eine treffende Beschreibung, denn besonders nach starken Regenfällen ist das Donnern der Wassermassen noch kilometerweit zu hören.

Die Wasserfälle liegen im Augrabies Falls National Park in der Provinz Northern Cape, etwa 120 Kilometer westlich von Upington. Der Nationalpark schützt nicht nur die spektakulären Fälle, sondern auch eine faszinierende Halbwüstenlandschaft mit markanten Granitfelsen, dem mächtigen Orange River und einer erstaunlich vielfältigen Tierwelt. Mit etwas Glück lassen sich Klippspringer, Klippschliefer, Paviane, Giraffen oder sogar Leoparden entdecken.

Die beste Reisezeit ist zwischen April und September, wenn die Temperaturen angenehm sind. Wer die Wasserfälle mit maximaler Wassermenge erleben möchte, reist am besten nach den Sommerregen zwischen Februar und April.

Zum Sonnenuntergang sitze ich am Ufer des Orange River und lasse den Tag Revue passieren. Hunderte Kilometer schnurgerade Straße, unendliche Weite und die Gewissheit, dass das eigentliche Abenteuer erst am nächsten Morgen beginnt.

Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die einen Tag besonders machen. Manchmal genügt eine Straße bis zum Horizont – und die Vorfreude auf die ersten Kilometer eines unvergesslichen Trailruns.

Nur wenige Minuten vom Eingang des Augrabies Falls National Park entfernt liegt Kameeldooring Camping – ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg nach Namibia oder zurück Richtung Kapstadt. Die großzügigen Stellplätze liegen direkt am Orange River und verfügen jeweils über ein eigenes privates Sanitärhäuschen mit Donkey-Boiler für heißes Wasser – Campingkomfort auf höchstem Niveau.

14.06.26

Trans Augrabies Trail Run | Day 1

Heute beginnt endlich der Trans Augrabies Trail Run. Nach dem Race Briefing am Vorabend ist die Vorfreude groß. Am Morgen liegt eine besondere Stimmung über dem Race Village. Überall werden noch einmal Schuhe geschnürt, Trinkwesten kontrolliert und die letzten Tipps ausgetauscht. Dann fällt der Startschuss.

Schon die ersten Kilometer zeigen, dass der Trans Augrabies kein gewöhnlicher Trailrun ist. Die Strecke führt direkt hinein in die beeindruckende Landschaft des Augrabies Falls National Parks. Schmale Trails wechseln sich mit felsigen Abschnitten, Sandpassagen und glatten Granitplatten ab. Immer wieder geht es auf und ab, ohne dass es wirklich lange Anstiege gibt. Dafür summieren sich die Höhenmeter und die technisch anspruchsvollen Passagen fordern von Anfang an volle Konzentration.

Unterwegs eröffnen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Orange River, der sich tief durch die Granitschlucht schlängelt. Mal verläuft der Trail direkt am Fluss entlang, dann wieder hoch über dem Wasser mit fantastischen Panoramablicken. Die Landschaft wirkt rau und trocken, gleichzeitig aber unglaublich abwechslungsreich. Zwischen den Felsen wachsen die markanten Köcherbäume, mit etwas Glück lassen sich Klippspringer oder Paviane entdecken.

Genau diese Mischung macht den Reiz des Trans Augrabies aus. Es geht nicht darum, möglichst schnell zu laufen. Vielmehr ist es ein Trailrun, bei dem man immer wieder stehen bleiben möchte, um die Landschaft in sich aufzunehmen – auch wenn die Uhr etwas anderes sagt.

Zurück im Race Village ist die Anstrengung schnell vergessen. Die Gespräche drehen sich um die schönsten Aussichtspunkte, technische Passagen und die Frage, was die kommenden Tage wohl noch bereithalten. Beim gemeinsamen Abendessen klingt der erste Lauftag in entspannter Atmosphäre aus, während die Vorfreude auf die nächste Etappe bereits wieder wächst.

15.06.26

Trans Augrabies Trail Run | Day 2

Der zweite Tag des Trans Augrabies beginnt früh. Noch bevor die Sonne die Schlucht in warmes Licht taucht, herrscht im Race Village bereits reges Treiben. Ein letzter Kaffee, die Laufschuhe schnüren und dann geht es auf die zweite Etappe.

Die heutige Strecke führt tief durch den Augrabies Falls National Park und zeigt noch einmal die ganze Vielfalt dieser einzigartigen Landschaft. Schmale Singletrails wechseln sich mit felsigen Passagen, Granitplatten und sandigen Flussbetten ab. Immer wieder geht es auf und ab – keine langen Anstiege, aber ständig kleine Wellen, die mit der Zeit ganz schön in die Beine gehen. Konzentration ist gefragt, denn viele Abschnitte sind technisch und jeder Schritt will gut gesetzt sein.

Besonders beeindruckend sind die Ausblicke auf den Orange River, der sich wie ein grünes Band durch die trockene Wüstenlandschaft schlängelt. Kaum zu glauben, wie viel Leben dieser Fluss in eine ansonsten karge Region bringt. Genau dieser Kontrast macht den Trans Augrabies für mich so besonders: raue Felsen, trockene Ebenen und mittendrin der mächtige Gariep – wie der Orange River hier auch genannt wird.

Nach dem Zieleinlauf ist die Anstrengung schnell vergessen. Im Race Village erzählt jeder von den schönsten Momenten auf der Strecke, von den technischen Passagen und den kleinen Herausforderungen des Tages.

Am Abend findet die Siegerehrung statt, bevor sich alle zum gemeinsamen Abendessen treffen. Später sitzen wir noch lange mit einem Glas Wein oder einem kühlen Bier am Lagerfeuer. Es wird gelacht, Erfahrungen werden ausgetauscht und neue Freundschaften entstehen. Genau diese familiäre Atmosphäre macht den Trans Augrabies für mich zu einem ganz besonderen Event. Es geht nicht nur ums Laufen – es geht darum, gemeinsam unvergessliche Tage in einer außergewöhnlichen Landschaft zu erleben.

16.06.26

Manchmal kommt es anders als geplant

Eigentlich soll es heute ganz entspannt weiter Richtung Namibia gehen. Statt der großen Grenzübergänge entscheide ich mich bewusst für die landschaftlich schönere Route über den kleinen Grenzposten Oupseekans. Weniger Verkehr, mehr Natur – zumindest ist das der Plan.

Die Ausreise aus Südafrika verläuft schnell und freundlich. Auf der namibischen Seite folgt dann allerdings die Überraschung: An diesem Grenzübergang gibt es kein Visa on Arrival. Ohne gültiges Visum geht es also nicht weiter.

Also heißt es erst einmal umdrehen.

Die südafrikanischen Grenzbeamten sind ausgesprochen hilfsbereit und bieten sogar an, das Visumsformular direkt vor Ort online auszufüllen und auszudrucken. Eine tolle Idee – bis sich nach dem Ausfüllen herausstellt, dass das Visum erst ab dem nächsten Tag gültig wäre. Also Plan B.

Statt der kleinen Grenzstation führt die Route nun über Pofadder zum größeren Grenzübergang bei Noordoewer – ein ungeplanter Umweg von rund 350 Kilometern. Zum Glück verläuft dort die Einreise nach Namibia völlig problemlos, sodass ich am späten Nachmittag endlich offiziell im Land bin.

Durch den zusätzlichen Umweg erreiche ich die White House Guestfarm erst gegen 19:30 Uhr – deutlich später als geplant. Zum Glück wartet dort bereits das nächste Highlight des Tages.
Die Gastgeber empfangen mich herzlich und wenig später bringt die Farmbesitzerin das selbst zubereitete Abendessen direkt zum Campingplatz. Frisch gekocht, hausgemacht und genau das Richtige nach einem langen Tag auf der Straße. Besser kann ein Reisetag kaum enden.

Die White House Guestfarm entpuppt sich wieder Mal als echter Geheimtipp. Ruhige Stellplätze, eine entspannte Atmosphäre und – wie so oft in Namibia – ein Sternenhimmel, der seinesgleichen sucht.

Der Tag läuft ganz anders als geplant. Aber genau das gehört zu einer Overlander-Reise dazu. Nicht jeder Umweg ist ein Rückschlag. Manchmal ist er einfach ein Teil des Abenteuers.

Die White House Guest Farm bei Grünau ist einer dieser Orte, an denen man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Nach einem langen Fahrtag genießt man die Ruhe der weiten Karoo-Landschaft und lässt den Alltag hinter sich. Die großzügigen Campingplätze bieten viel Platz und eine entspannte Atmosphäre – perfekt, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Ein echtes Highlight ist das fantastische, hausgemachte Abendessen, dass direkt zum Campingplatz gebracht wird, sodass man den Sonnenuntergang ganz entspannt am eigenen Stellplatz genießen kann. Frisch zubereitet, reichlich und typisch namibisch – besser kann ein Reisetag kaum enden. Die herzliche Gastfreundschaft der Gastgeber macht den Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem und sorgt dafür, dass viele Reisende gerne wiederkommen.

17.06.26

Kilometer sammeln

Heute steht vor allem eines auf dem Programm: Fahren. Das Ziel ist Windhoek – und bis dorthin liegen viele Kilometer vor mir. Die Straßen in Namibia machen das Reisen zwar angenehm, verlangen aber Geduld. Über weite Strecken geht es einfach nur geradeaus. Kilometer um Kilometer zieht die Landschaft vorbei. Links und rechts wechseln sich Farmen, Savanne und einzelne Berge ab. Der Horizont scheint dabei nie näherzukommen.

Windhoek

Windhoek ist mit rund 500.000 Einwohnern die Hauptstadt und gleichzeitig das wirtschaftliche Zentrum Namibias. Die Stadt liegt auf etwa 1.650 Metern Höhe in einem Talkessel des Khomas-Hochlandes und bildet für viele Reisende den Start- oder Endpunkt einer Namibia-Rundreise.

Der Name Windhoek geht vermutlich auf das Afrikaans-Wort für „windige Ecke“ zurück. Gegründet wurde die Stadt 1890 während der deutschen Kolonialzeit. Noch heute prägen zahlreiche Gebäude aus dieser Epoche das Stadtbild, darunter die Christuskirche, die Alte Feste oder der Tintenpalast, der Sitz des namibischen Parlaments.

Windhoek verbindet auf besondere Weise afrikanische Kultur mit deutschen Einflüssen. Deutsche Straßennamen, Bäckereien, Brauhäuser und Cafés gehören ebenso zum Stadtbild wie moderne Einkaufszentren, Märkte und eine lebendige Gastronomieszene.

Für Overlander ist Windhoek der ideale Ort, um Vorräte aufzufüllen, Geld zu wechseln, eine lokale SIM-Karte zu kaufen oder das Fahrzeug noch einmal für die Weiterreise vorzubereiten. Fast alle großen Supermärkte, Outdoor-Geschäfte und Werkstätten befinden sich hier.

Obwohl Windhoek oft nur als Zwischenstopp genutzt wird, lohnt es sich, einen halben oder ganzen Tag für die Stadt einzuplanen. Sie bietet einen spannenden Einblick in die Geschichte Namibias und ist der perfekte Ausgangspunkt für Abenteuer in Etosha, der Namib-Wüste oder dem Damaraland.

In Windhoek angekommen, stehen zunächst die praktischen Dinge auf dem Programm: Lebensmittel einkaufen, den Overlander wieder auffüllen und eine namibische SIM-Karte besorgen.
Der Kauf der SIM-Karte entwickelt sich allerdings zu einer kleinen Geduldsprobe. Obwohl außer mir niemand im Shop wartet, dauert die Bearbeitung fast eine Stunde. Das Servicelevel könnte man wohl am besten mit „next level“ beschreiben – allerdings nicht im positiven Sinne. Irgendwann ist aber auch das geschafft und ich bin endlich wieder problemlos erreichbar.

Anschließend geht es noch ein Stück weiter zur Monte Christo Guest Farm, etwas außerhalb von Windhoek. Die Campsite ist gepflegt, großzügig angelegt und genau der richtige Ort, um nach einem langen Fahrtag zur Ruhe zu kommen.

Nur 30 km nördlich von Windhoek liegen die neu angelegten Campingplätze idyllisch unter großen, schattenspendenden Bäumen direkt am Otjiseru River – einem der wenigen ganzjährig wasserführenden Flüsse im Herzen Namibias. Jeder Stellplatz bietet damit ein hohes Maß an Komfort. Eine großzügige Grillstelle (Braai) und eine gepflegte Rasenfläche zum Zelten schaffen beste Voraussetzungen für einen entspannten Aufenthalt inmitten der Natur. Die gelungene Kombination aus moderner Ausstattung und ruhiger Lage macht diesen Campingplatz zu einem idealen Ort, um neue Energie für die nächsten Etappen der Reise zu tanken.

18.06.26

Wiedersehen am Waterberg
Heute geht es weiter zum Waterberg – einem der bekanntesten Naturdenkmäler Namibias. Schon von Weitem ist der markante Tafelberg zu sehen, der sich mit seinen steilen, roten Sandsteinfelsen deutlich aus der umliegenden Savanne erhebt. Nach den vielen flachen Kilometern der vergangenen Tage wirkt der Waterberg fast wie eine Insel mitten in der Landschaft.

Waterberg Plateau

Der Waterberg erhebt sich rund 200 Meter über die umliegende Ebene und erreicht eine Höhe von knapp 1.900 Metern über dem Meeresspiegel. Seine markanten roten Sandsteinfelsen entstanden vor etwa 180 Millionen Jahren und machen ihn schon von weitem zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen Namibias.

Das Plateau gehört zum Waterberg Plateau Park, einem der wichtigsten Naturschutzgebiete des Landes. Durch seine steilen Felswände war das Hochplateau über Jahrtausende nahezu unzugänglich. Dadurch konnten sich viele Pflanzen- und Tierarten ungestört entwickeln. Heute dient der Park außerdem als Rückzugs- und Schutzgebiet für bedrohte Wildtiere wie Breitmaulnashörner, Rappen- und Pferdeantilopen sowie Büffel.

Geschichtlich ist der Waterberg ebenfalls von großer Bedeutung. Im Jahr 1904 fand hier die Schlacht am Waterberg statt, ein tragisches Kapitel der namibischen Geschichte im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Sie markierte den Beginn der Vertreibung der Herero in die Omaheke-Wüste und gilt als eines der dunkelsten Ereignisse der deutschen Kolonialgeschichte.

Heute ist der Waterberg vor allem ein Paradies für Wanderer, Naturfreunde und Vogelbeobachter. Die Kombination aus spektakulären Aussichtspunkten, artenreicher Natur und bewegender Geschichte macht ihn zu einem der eindrucksvollsten Reiseziele Namibias.

Am Nachmittag schnüre ich die Wanderschuhe und mache mich auf den Weg durch das Waterberg Wilderness Gebiet. Der Trail führt durch dichten Busch, vorbei an beeindruckenden Felsformationen und immer wieder zu Aussichtspunkten mit einem fantastischen Blick über die endlose Ebene. Hier oben wird einem erst richtig bewusst, wie weit Namibia eigentlich ist.
Zurück auf der Campsite wartet die nächste Überraschung des Tages – und wahrscheinlich die größte überhaupt.

Manchmal schreibt das Reisen die besten Geschichten. Meine Freunde Manu und Alan aus Hout Bay sind gerade auf dem Rückweg von den Mana Pools in Simbabwe. Sie kommen aus dem Osten, ich bin auf dem Weg nach Norden Richtung Etosha. Von den unzähligen Campingplätzen in Namibia treffen wir uns ausgerechnet heute Abend – völlig zufällig – auf derselben Campsite.
Mit keiner Nachricht, keiner Verabredung und keiner Planung. Einfach zur gleichen Zeit am gleichen Ort.

Natürlich wird daraus ein langer Abend. Der Braai ist schnell angezündet, eine Flasche Wein geöffnet und plötzlich gibt es jede Menge Geschichten auszutauschen. Ihre Erlebnisse aus Simbabwe treffen auf meine ersten Tage in Namibia. Während über uns langsam die Sterne erscheinen, wird einmal mehr klar, wie klein die Welt manchmal sein kann.
Genau solche Zufälle machen eine Reise unvergesslich. Nicht, weil sie geplant sind – sondern weil sie einfach passieren.

Am Fuße des imposanten Waterberg-Plateaus gelegen, ist dieser Campingplatz ein wunderbarer Ort, um sich auf die nächsten Etappen einzustimmen. Die schattigen Stellplätze liegen eingebettet in eine grüne Oase und bieten einen schönen Kontrast zu den trockenen Landschaften des Landes.

Besonders lohnenswert ist eine Wanderung hinauf auf das Plateau, von wo aus sich ein beeindruckender Blick über die endlose Savanne eröffnet. Mit etwas Glück lassen sich dabei Antilopen, Büffel oder zahlreiche Vogelarten beobachten. Nach der Tour sorgt der Pool für eine willkommene Abkühlung, bevor der Tag beim Sonnenuntergang und den Geräuschen der afrikanischen Buschlandschaft entspannt ausklingt.

19.06.26

Willkommen im Etosha Nationalpark
Heute geht es endlich zu einem der absoluten Höhepunkte jeder Namibia-Reise: dem Etosha Nationalpark.

Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationalpark gehört mit einer Fläche von rund 22.300 Quadratkilometern zu den größten und bekanntesten Nationalparks Afrikas. Sein Herzstück ist die gewaltige Etosha-Pfanne, eine fast 5.000 Quadratkilometer große Salzpfanne, die sogar aus dem Weltall sichtbar ist.

Der Park beherbergt mehr als 100 Säugetierarten, darunter Elefanten, Löwen, Leoparden, Geparden, Spitzmaulnashörner, Giraffen, Zebras sowie zahlreiche Antilopenarten. Auch über 300 Vogelarten wurden hier nachgewiesen. Nach guten Regenfällen verwandeln sich Teile der Salzpfanne in flache Seen und ziehen Tausende Flamingos und andere Wasservögel an.

Das Besondere an Etosha sind die zahlreichen natürlichen und künstlichen Wasserlöcher. Gerade während der Trockenzeit versammeln sich hier viele Tiere, sodass die Chancen auf beeindruckende Tierbeobachtungen besonders hoch sind. Anders als in vielen anderen Nationalparks entdeckt man die Tiere oft schon von den gut ausgebauten Straßen aus – ideale Voraussetzungen für Selbstfahrer.

Die drei wichtigsten Rest Camps sind Namutoni im Osten, Halali im Zentrum und Okaukuejo im Westen. Alle verfügen über beleuchtete Wasserlöcher, an denen sich Wildtiere häufig auch noch lange nach Sonnenuntergang beobachten lassen.

Die Fahrt führt mich durch das nördliche Namibia bis zum Von Lindequist Gate, besser bekannt als das East Gate bei Namutoni. Schon kurz nach der Einfahrt beginnt das Abenteuer. Anders als in vielen Nationalparks startet die Safari nicht erst später – hier kann hinter jeder Kurve bereits das erste Wildtier stehen.

Mein erstes Camp im Park ist Namutoni Rest Camp. Nachdem das Camp aufgebaut ist, bleibt noch genügend Zeit für eine ausgedehnte Pirschfahrt am Nachmittag.

Und die ersten Stunden enttäuschen nicht. Immer wieder tauchen Zebras, Gnus, Springböcke und Oryx-Antilopen auf. Giraffen ziehen elegant durch die Buschlandschaft, während Elefanten gemächlich ihren Weg zu den Wasserlöchern suchen. Besonders spannend ist es an den Wasserstellen. Hier weiß man nie, welches Tier als Nächstes auftaucht. Genau diese Mischung aus Geduld, Spannung und überraschenden Begegnungen macht den Reiz einer Safari in Etosha aus.
Zurück im Camp endet der Tag am beleuchteten Wasserloch von Namutoni. Auch nach Sonnenuntergang lohnt sich der Blick hinaus – häufig lassen sich hier Tiere beobachten, die tagsüber kaum zu sehen sind.

Nach den ersten Stunden im Park steht bereits fest: Etosha wird seinem Ruf mehr als gerecht.

Mit seinem historischen Fort unterscheidet sich Namutoni deutlich von den anderen Camps im Etosha-Nationalpark. Die weißen Mauern erinnern an die deutsche Kolonialzeit und verleihen dem Camp einen ganz besonderen Charakter. Gleichzeitig ist Namutoni ein hervorragender Ausgangspunkt für Pirschfahrten in den östlichen Teil des Parks. Zahlreiche Wasserlöcher und die weiten Ebenen rund um Fischer’s Pan bieten beste Voraussetzungen für beeindruckende Tier- und Vogelbeobachtungen. Den Tag auf der Terrasse des alten Forts ausklingen zu lassen, hat dabei seinen ganz eigenen Charme.

20.06.26

Ein ganzer Tag Safari

Heute gehört der Tag ganz dem Etosha Nationalpark. Vom frühen Morgen bis zum Sonnenuntergang bin ich auf den Schotterpisten unterwegs. Der Plan ist einfach: langsam fahren, an den Wasserlöchern anhalten und die Natur entscheiden lassen, was sie zeigt.

Genau das macht den Reiz einer Safari in Etosha aus. Hinter jeder Kurve kann eine neue Überraschung warten. Mal zieht eine Herde Zebras durch die Savanne, dann stehen Giraffen zwischen den Akazien oder Oryx-Antilopen kreuzen die Straße. Immer wieder lohnt sich der Blick in die Ferne – oft entdeckt man Tiere erst auf den zweiten Blick.

Einer der schönsten Momente des Tages ist das Goas Waterhole. Mehrere Elefanten kommen nacheinander zum Wasser, trinken ausgiebig und bespritzen sich anschließend mit Wasser und Sand. Es ist faszinierend, wie ruhig und gelassen die riesigen Tiere wirken. Niemand hat es eilig – und genau deshalb bleibt auch genügend Zeit, dieses Schauspiel in aller Ruhe zu beobachten.
Im Laufe des Tages sammle ich unzählige Eindrücke. Jeder Halt an einem Wasserloch erzählt seine eigene Geschichte, und kein Moment gleicht dem anderen. Manche Begegnungen dauern nur wenige Sekunden, andere möchte man am liebsten stundenlang beobachten.

Die Highlights des Tages sprechen für sich.

Am späten Nachmittag erreiche ich das Halali Rest Camp, das etwa auf halber Strecke zwischen Namutoni und Okaukuejo liegt. Nach einem langen Safaritag genieße ich die entspannte Atmosphäre des Camps, bevor ich den Abend am berühmten beleuchteten Wasserloch ausklingen lasse. Mit etwas Glück zeigen sich hier auch nach Einbruch der Dunkelheit Elefanten, Nashörner oder Hyänen.

Ein weiterer Tag in Etosha geht zu Ende – voller Tierbeobachtungen, beeindruckender Landschaften und Momente, die man nicht planen kann.

Halali liegt nahezu im Zentrum des Etosha-Nationalparks und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Pirschfahrten. Das absolute Highlight ist das berühmte Moringa-Wasserloch, das nur wenige Gehminuten vom Camp entfernt liegt. Hier lohnt es sich, nach Sonnenuntergang noch einmal Platz zu nehmen und geduldig zu beobachten. Nicht selten erscheinen Nashörner, Elefanten oder andere Wildtiere im Scheinwerferlicht – einer dieser Momente, die man nie vergisst.

21.06.26

Noch ein Tag in Etosha

Auch heute verbringe ich den gesamten Tag im Etosha Nationalpark. Früh am Morgen geht es wieder los – langsam von Wasserloch zu Wasserloch, immer gespannt, welche Tiere hinter der nächsten Kurve auf mich warten.

Etosha zeigt sich erneut von seiner besten Seite. Immer wieder entdecke ich Zebras, Giraffen, Oryx, Springböcke und Elefanten. Jede Pirschfahrt fühlt sich anders an. Man weiß nie, was als Nächstes passiert, und genau das macht den Reiz dieses Nationalparks aus.

Eigentlich wollte ich die Nacht im Okaukuejo Rest Camp verbringen. Doch das Camp war bereits seit Langem komplett ausgebucht. Deshalb genieße ich den Tag so lange wie möglich im Park und fahre erst am späten Nachmittag durch das Andersson Gate hinaus.

Vor der Ausfahrt wartet noch die Veterinärkontrolle. Jedes Fahrzeug wird überprüft. Fleisch von Huftieren darf den Nationalpark nicht verlassen – obwohl man es problemlos mit in den Park nehmen darf. Außerdem gelten Vorschriften für bestimmte Kunststoffprodukte und Plastiktüten. Die Regeln dienen dem Schutz vor Tierkrankheiten und der Umwelt, sorgen bei vielen Reisenden aber zunächst für Verwunderung.

Nur wenige Minuten hinter dem Gate erreiche ich die Etosha Trading Post, die ich ganz bewusst als Übernachtungsort ausgewählt habe.

Die Campsite gehört ohne Zweifel zu den schönsten, auf denen ich bisher in Afrika übernachtet habe. Die großzügigen Stellplätze liegen weit auseinander und bieten viel Privatsphäre. Jeder Platz verfügt über eine moderne, private Sanitäranlage mit Dusche, WC und einer überdachten Außenküche mit Braai. Alles ist hochwertig gestaltet, hervorragend gepflegt und fügt sich perfekt in die Umgebung ein. Ein kleiner Pool sorgt nach einem heißen Safaritag für die nötige Abkühlung, und die ruhige Atmosphäre macht es leicht, einfach einmal nichts zu tun.

Auch wenn ich heute nicht mehr im Nationalpark übernachte, endet der Tag mit einem echten Highlight. Die Etosha Trading Post ist einer dieser Campingplätze, auf denen man problemlos mehrere Nächte verbringen könnte – und ein perfekter Ausgangspunkt für weitere Pirschfahrten im westlichen Teil des Etosha Nationalparks.

Direkt vor dem Andersson Gate des Etosha-Nationalparks gelegen, ist der Etosha Trading Post der ideale Ausgangspunkt für eine Safari in Namibias bekanntestem Nationalpark. Durch die unmittelbare Nähe zum Park kann man bereits früh am Morgen zu den ersten Pirschfahrten aufbrechen und die kühleren Stunden nutzen, wenn die Chancen auf Tierbeobachtungen besonders gut sind.

Die großzügigen Stellplätze verfügen über private Sanitäranlagen und bieten einen hohen Komfort. Ein gepflegter Pool sorgt nach einem heißen Tag im Etosha für eine willkommene Erfrischung, während Restaurant und Shop alles bereithalten, was man für den Aufenthalt benötigt. Am Abend lässt sich der Tag entspannt am Campingplatz ausklingen, bevor die Vorfreude auf den nächsten Safari-Tag steigt.

Ob als erste Unterkunft vor der Einfahrt in den Nationalpark oder als entspannter Stopp nach aufregenden Tierbeobachtungen – der Etosha Trading Post verbindet modernen Komfort mit einer perfekten Lage und ist damit eine ausgezeichnete Basis für unvergessliche Erlebnisse in der Etosha.

22.06.26

Weiter in den wilden Westen von Etosha

Es geht wieder in den Etosha Nationalpark. Über das Andersson Gate fahre ich wieder ein und folge den Schotterpisten weiter Richtung Westen. Das heutige Ziel ist Olifantsrus, das westlichste Camp im öffentlich zugänglichen Teil des Parks.

Je weiter ich nach Westen komme, desto ruhiger wird es. Deutlich weniger Fahrzeuge sind unterwegs und oft habe ich das Gefühl, den Park ganz für mich allein zu haben. Genau das macht diesen Teil von Etosha so besonders.

Auch die Tierbeobachtungen lassen nicht lange auf sich warten. Immer wieder ziehen große Herden von Zebras durch die Savanne, begleitet von Springböcken, Oryx und Gnus. An den Wasserlöchern herrscht reges Treiben, und es macht Spaß, einfach eine Weile stehen zu bleiben und das Verhalten der Tiere zu beobachten. Jeder Halt bringt neue Eindrücke und wieder einmal zeigt sich, wie abwechslungsreich Etosha sein kann.

Am Nachmittag erreiche ich schließlich Olifantsrus Camp. Im Vergleich zu Namutoni oder Halali ist das Camp deutlich kleiner und einfacher. Es gibt ausschließlich Campingplätze – keine Chalets oder Bungalows. Gerade das verleiht dem Camp seinen besonderen Charakter. Alles ist schlicht gehalten, aber sauber, gepflegt und vollkommen ausreichend für eine Nacht mitten im Nationalpark.

Nach Sonnenuntergang wird es schnell ruhig. Fernab der größeren Rest Camps genieße ich die entspannte Atmosphäre und freue mich auf den nächsten Safaritag. Im Westen von Etosha fühlt sich die Wildnis noch einmal ein Stück ursprünglicher an.

Olifantsrus ist das westlichste und zugleich eines der ursprünglichsten Camps im Etosha-Nationalpark. Hier geht es deutlich ruhiger zu als in den größeren Camps. Das Highlight ist das beleuchtete Wasserloch, das direkt vom Beobachtungsstand aus eingesehen werden kann. Besonders Elefanten, aber auch Löwen, Nashörner und zahlreiche Antilopenarten kommen regelmäßig zum Trinken – ein Erlebnis, das oft bis spät in die Nacht anhält.